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Zurück zum Ursprung

24. September 2009

Da bin ich wieder. In Tsukuba. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Und einem drückenden Gefühl in der Magengegend, aufgrund der Tatsache, nächste Woche wieder nach Deutschland zurück zu müssen. Das Leben hier gefällt mir doch besser als erwartet. Vor allem die Möglichkeit, für wenig Geld gut zu leben, begeistert mich sehr. In anderen Ländern geht das zwar besser, aber es ist die Herausforderung hier, die mich reizt.

Nun bin ich noch eine Woche in Tsukuba, aber ich fühle mich nach einem Tag schon wieder rastlos und würde am liebsten gleich wieder losziehen. Es kommt wirklich nicht darauf an, irgendwo anzukommen. Das Reisen an sich bringt den meisten Spass. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt. Deshalb fällt es mir auch schwer, einen Höhepunkt meiner Reise festzumachen. Das Gesamterlebnis ist von Bedeutung. Jedoch muss ich sagen, dass mir die ländlichen Gegenden deutlich besser gefallen haben. Die puren Naturlerlebnisse wie Wanderungen noch besser. Städte verschlingen einfach zu viel Geld und sind auch nicht wirklich hübsch anzusehen. Trotzdem kann man ab und zu das alte Japan durchschimmern sehen, aber in den Dörfern ist die Vergangenheit deutlich präsenter. Kleine Schreine an allen Ecken und Enden. Süße kleine Häuschen. Und Menschen, die gern bereit sind, etwas von ihrer Zeit für einen zu opfern. Stadtmenschen können in dieser Disziplin leider meistens nicht punkten.

Und die letzten Tage habe ich fast nur in Städten zugebracht. Angefangen bei Kyoto, was aber ein sehr angenehmer und überschaubarer Ort ist. Weiter nach Osaka, wo die unendlich verschiedenen Formen der Häuser eine große Faszination auf mich ausgeübt haben. Wer das nachvollziehen möchte, kann sich ja Blade Runner anschauen, der davon inspiriert wurde. Dann durch die alte Hauptstadt Nara und zurück nach Kyoto.

Danach endlich wieder ein Naturerlebnis in der Provinz. Wasserfälle, Berge, ein bizarrer Abenteuerspielplatz im Wald mit Affen, wo wir gezeltet haben. Und letzten Endes wieder in den Moloch Tokyo. Direkt nach Shinjuku, Kabukicho, das wahrscheinlich lauteste Viertel Tokyos, zumindest am Abend. Obwohl Shibuya dem eigentlich in nichts nachsteht. Aber diesmal den ganzen Schnickschnack ignoriert, die Architektur bewundert und Street Art fotografiert. Das macht Spaß und man entdeckt ganz beiläufig sehr interessante Ecken. Außerdem ein Konzert von Melt Banana besucht. Da waren zwar noch andere Bands, aber nicht erwähnenswert. Gerade die beste Band des Abends ist in Japan nicht populär, vielleicht weil sie nicht wie alle anderen so einen widerwärtigen, verweichlichten Gesang auffährt… Alles in allem, Tokyo fetzt, aber frisst einem unglaublich schnell das Geld weg. Deshalb zurück nach Tsukuba.

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One Comment leave one →
  1. Thor permalink
    25. September 2009 14:58

    Hello, we are Melt Banana from Tokyo, Japan…
    … thank you, next song is…

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