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日本へようこそ。 Willkommen in Japan!

7. April 2009

So, ich bin gut angekommen. Den Flug hab ich auch ueberstanden, obwohl an Schlaf kaum zu denken war. Neben einem quengelnden Baby gab es einige interessante Filme, die mich wach hielten. Erfreulicherweise gab es zur Einstimmung auf Japan leckeres landestypisches Essen in Form einer Bento-Box. Nach somit zwei Naechten fast ohne Schlaf bin ich entsprechend erschoepft gestern Mittag um 12 (Zeitunterschied +7 Stunden) in Tsukuba eingetroffen. (Google Maps) Die Stadt liegt ca. 50 km nordoestlich von Tokyo und wirkt mit ihren 200 000 Einwohnern recht beschaulich. Tsukuba Science City, wie sie auch genannt wird, ist das groesste Forschungszentrum Japans und eines der groessten der Welt.

Auch nach meiner Ankunft war an Schlaf erst mal nicht zu denken. Gemeinsam mit den anderen Neuankoemmlingen ging es zur Abholung aller notwendigen Formulare fuer ein Wohnheimzimmer. Dazu hat jeder einen japanischen Studenten zur Unterstuetzung bekommen, der uns auch die naechsten Wochen und Monate zur Seite stehen wird. Die Betreuung hier, beginnend mit dem Empfang am Flughafen, ist hervorragend. Mein studentischer Begleiter heisst uebrigens Noriyuki (kurz Nori), ist 21 und studiert deutsche Philosophie. Nachdem wir alle Formalitaeten erledigt und noch Bettzeug geholt hatten, konnte ich mich endlich zur Ruhe begeben. Gegen 4 am Nachmittag bin ich ins Bett und heut frueh um 6 aufgestanden. Im Liegen schlafen ist echt toll!

Da ich ohne Essen ins Bett bin und auch nichts zum Fruehstueck hatte, hiess es erst mal einkaufen. Dazu ging es durch unbekanntes Terrain zum naechsten konbini, einem kleinen Laden, der die noetigsten Sachen feil bietet. Eine ganze Weile stand ich einfach nur vor den Regalen, hab mir die vielen bunten Verpackungen angeschaut und versucht, ihren Inhalt zu erraten. Da ich im Moment ueber keinerlei Kochutensilien bzw. Besteck verfuege und die Gemeinschaftskueche keine dieser Dinge aufzuweisen hat, beliess ich es bei einer grossen Flasche gruenen Tee, Brot und Wurst. Dementsprechend froh war ich, als mich Nori heut Nachmittag in eines dieser kleinen gemuetlichen japanischen Restaurants in unmittelbarer Uninaehe mitgenommen hat. Dort hab ich zum ersten Mal tenpura gegessen, frittiertes Allerlei (Fisch, Fleisch, Gemuese…) mit wuerziger Sosse, dazu Reis und Misosuppe. Oishii! Lecker. Recht guenstig war es dabei auch noch. Mal sehen, ob die Mensa in Geschmack und Preis da mithalten kann. Ein Testbericht folgt in Kuerze.

Ansonsten gab es heut noch eine drei Stunden dauerende Erklaerung der Formalitaeten, die wir in den naechsten Tagen zu erledigen haben. Darunter faellt die Beantragung der Alien Registration Card, Krankenversicherung und die Einschreibung in die zu belegenden Kurse. Und wir haben einen Zugang zum Computerpool bekommen, in dem ich gerade sitze und diese Zeilen schreibe. Morgen gibt es dann eine Fuehrung ueber den Campus.

Ein Thema habe ich bis jetzt uebergangen: mein Zimmer. Es ist sehr klein, kleiner als das in Berlin und ein wenig heruntergekommen. Es gibt eine Gemeinschaftskueche und kein Bad. Zum Duschen muss man in ein Badehaus um die Ecke gehen und es kostet extra. Wenigstens bezahl ich fuer das Zimmer nur unwesentlich mehr als 100 EUR, da bleibt mehr fuers Essen uebrig. Ich freu mich auf weitere Besuche in dem netten Restaurant. Dabei faellt mir ein, dass ich schon wieder nichts zu essen im Haus habe. Vielleicht sollte ich mal den naechsten Supermarkt ausfindig machen. Aber im Dunkeln ueber den unbekannten Campus streifen? Hoffentlich find ich ueberhaupt den Weg nach Hause. Ja, mata ashita.

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2 Kommentare leave one →
  1. Christian permalink
    7. April 2009 14:29

    Oh schön, das klingt ja richtig gut. Und sogar einen eigenen Japaner hast du bekommen, nicht schlecht. Ich freu mich, dass du gut angekommen bist, und wünsche dir jetzt erstmal viel Spaß beim Erkunden. Gibt bestimmt superviel zu entdecken, da werd ich gleich ganz neidisch…
    Bis bald,
    Christian

  2. Jurich permalink
    7. April 2009 15:54

    hallo sandro,

    aller anfang ist schwer aber in japan ist ja eigentlich alles genauso wie in deutschland. kauf dir doch einfach ne leckere bratwurst und schau dir zum essen johannes b. kerner an.

    ich wünsche dir einen guten start und hoffe, dass du uns in der zeit nicht verhungerst.

    # jurich

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